Rhein-Neckar-Kreis fördert Radverkehr für Klimaschutz

Im Rahmen eines Klimaschutzkonzeptes plant der Rhein-Neckar-Kreis für den gesamten Landkreis ein Netz aus direkten und hochwertigen Radver­kehrsverbindungen. Das Konzept soll den klimaneutralen Radverkehr stärken. Schwerpunkt ist der Alltagsverkehr. Auch die kreisfreien Städte Mannheim und Heidelberg sind in die Netzkonzeption einbezogen.

Durch die Beteiligung aller maßgeblichen Akteure wird sichergestellt, dass die vielfältigen Ortskenntnisse und Bedürfnisse der Betroffenen berücksich­tigt werden. Das Radverkehrskonzept wird außerdem eng mit den Planun­gen des Landes Baden-Württemberg für ein landesweites RadNETZ abge­stimmt.

Insgesamt wird das Radroutennetz im Rhein-Neckar-Kreis ca. 1.000 km umfassen und die Anschlüsse an die umliegenden Landkreise und Bundes­länder sicherstellen. Die Umsetzung einzelner Maßnahmen wird bereits an­gestoßen. Der überwiegende Teil der Arbeiten ist in den folgenden Jahren vorgesehen. Der Erfolg des Konzeptes soll durch ein regelmäßiges Monitoring überprüft werden.

R+T erstellt das Radverkehrskonzept Rhein-Neckar-Kreis zusammen mit dem Heidelberger Institut für Energie- und Umweltforschung, IFEU GmbH, das die CO2-Einsparungen ermittelt.

Vom Umbau autogerechter Städte – ein Beitrag zur Baukultur

Prof. Dr. Hartmut Topp (topp.plan) und Dr. Ralf Huber-Erler (R+T) zeigen in ihrem Artikel „Ein ungeliebtes Erbe“ (Zeitschrift „Bauwelt“ 24.14) gelungene Beispiele für die Reparatur autogerechter Straßenräume in Ulm, Ludwigshafen, Pforzheim und Kaiserslautern. Dabei geht es um die Rückgewinnung von Kfz-Verkehrsflächen für andere Verkehrsteilnehmer und für Straßenrandnutzungen, ein verträgliches Miteinander der Verkehrsarten, die städtebauliche Integration und anspruchsvolle Gestaltung der Verkehrsanlagen und einen sensiblen Umgang mit dem historischen Stadtgrundriss. In Pforzheim soll hierfür sogar eine Straße komplett zurückgebaut werden. R+T und topp.plan haben die Projekte teilweise angestoßen und geplant. Sie wollen damit einen Beitrag zur städtebaulichen Bemessung und zur Förderung der Baukultur in Deutschland leisten.

Den Artikel können Sie hier herunterladen und lesen.

Handbuch „Förderung des Rad- und Fußverkehrs“ veröffentlicht

Logo ivm
Quelle: ivm GmbH

Die ivm (Integrierte Verkehrs- und Mobilitätsmanagement GmbH Region Frankfurt RheinMain) hat 2014 ihr Handbuch für die kommunale Praxis Nr. 3 zur „Förderung des Rad- und Fußverkehrs“ herausgegeben. Damit sollen Handlungs- und Gestaltungsspielräume aufgezeigt und durch die Darstellung von Best-Practise-Beispielen kreative, kosteneffiziente  Lösungen gefördert werden. Behandelt werden die Themen „Sicheres Queren“, „Räume gerecht aufteilen“, „Tempo runter“, „Räume aufwerten“, „Räume für alle“, „kurzfristig handeln“ und „Öffentlichkeitsarbeit“. R+T hat das Handbuch inhaltlich entwickelt.

Das Handbuch kann vom der ivm bezogen werden.

Konstanz wertet den Altstadtring auf und rückt näher an den See

Wappen Konstanz
Wappen des Stadt Konstanz

Die Stadt Konstanz will die Verkehrsführung auf dem Altstadtring neu ordnen. Verkehrspolitisches Ziel ist es, die Belastungen und Trennwirkungen durch den Kfz-Verkehr zu reduzieren und dadurch wesentliche städtebauliche Verbesserungen zu erzielen.

R+T hat hierfür 2 Planfälle hinsichtlich ihrer Wirkungen auf den Fuß-, Rad-, Bus- und Kfz-Verkehr, den Städtebau und die Lärmbelastungen untersucht. Das „O-Konzept“ besteht aus verschiedenen Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsqualität im Fuß-, Rad- und Busverkehr. Das „C-Konzept“ geht darüber hinaus und sieht eine Sperrung des Bahnhofsbereichs für den allgemeinen Kfz-Verkehr vor.

Mit beiden Planfällen können spürbare Aufwertungen der Straßenräume erreicht werden. Beide Planfälle sind verkehrs- und entwurfstechnisch machbar. Nur mit dem C-Konzept ist es jedoch möglich, die weitgehend autofreie Altstadt bis zum Seeufer auszudehnen. Dadurch können vor allem die Verkehrsqualität und -sicherheit im Fußverkehr rund um Fischmarkt, Bahnhofplatz und Bodanstraße verbessert werden. Mehrbelastungen, die sich im C-Konzept an anderer Stelle des Altstadtrings ergeben, lassen sich mit weitergehenden Maßnahmen zur Entlastung der gesamten Altstadt kompensieren.